Das Statistische Amt Saarland hat die vorläufigen Ergebnisse zur wirtschaftlichen Entwicklung des Saarlandes im Jahr 2025 vorgelegt. Das Bruttoinlandsprodukt ist demnach preisbereinigt um 0,9 Prozent gesunken. Deutschland insgesamt verzeichnete im gleichen Zeitraum ein reales Wachstum von 0,2 Prozent. Das Saarland ist damit im Jahr 2025 erneut und mit Abstand Schlusslicht in Deutschland. Hierzu erklärt der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Dr. Christopher Salm:
„Die neuen Zahlen sind eindeutig: Das preisbereinigte BIP des Saarlandes ist 2025 um 0,9 Prozent gesunken, während es in Deutschland insgesamt um 0,2 Prozent gewachsen ist. Das Saarland ist damit zum wiederholten Mal Schlusslicht und behält weiterhin die rote Laterne in Deutschland. Der Abstand von 1,1 Prozentpunkten zum Bundesdurchschnitt hat eine konkrete Dimension: Hätte das Saarland im Bundesschnitt abgeschnitten, wäre die Wirtschaftsleistung des Landes 2025 um rund 460 Millionen Euro höher ausgefallen. Das verdeutlicht, wie hart uns diese Negativentwicklung trifft.
Der Blick auf die einzelnen Wirtschaftsbereiche zeigt, wo die Hauptprobleme liegen. Das Produzierende Gewerbe – also Industrie, Baugewerbe und Energiesektor – hat im Saarland real um 4,8 Prozent nachgegeben, deutschlandweit waren es lediglich 1,1 Prozent. Besonders gravierend ist der Rückgang im Verarbeitenden Gewerbe: Hier verzeichnete das Saarland ein Minus von 6,5 Prozent, während der Bundesschnitt bei minus 1,0 Prozent lag – ein Faktor von mehr als sechs. Auch die Dienstleistungsbereiche lagen mit plus 0,5 Prozent unter dem Bundesschnitt von plus 0,6 Prozent. Im Bereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe betrug das Plus im Saarland nur 0,1 Prozent, bundesweit waren es 1,3 Prozent.
Diese Zahlen sind auch das Ergebnis einer jahrelangen wirtschaftspolitischen Fehlsteuerung. Seit 14 Jahren liegt das Wirtschaftsministerium des Saarlandes in SPD-Hand. Ministerpräsidentin Rehlinger, die mehr als acht Jahre Wirtschaftsministerin war, hatte bei Amtsantritt selbst das Ziel formuliert, Wirtschaftspolitik zur Chefsache machen zu wollen. Die Realität zeigt: Die SPD-Alleinregierung ist die erfolgloseste Landesregierung in der Geschichte unseres Landes.
Ein Blick auf die vergangenen 25 Jahre zeigt, dass es auch anders geht. Zu Beginn der 2000er Jahre unter absoluter CDU-Mehrheit lag das Saarland beim BIP regelmäßig über dem Bundesschnitt. Auch nach 2009 bewegte sich das Land noch bis etwa 2012 im Windschatten der bundesweiten Entwicklung. Ab 2012 – just mit der Übernahme des Wirtschaftsressorts durch die SPD – begann der strukturelle Abstieg. Die Schere zur bundesweiten Entwicklung wird seitdem Jahr für Jahr größer und hat sich mit der absoluten SPD-Mehrheit weiter verschärft. Die Faktenlage ist zu eindeutig, um hier von Zufall zu sprechen.
Das Saarland ist jetzt mehrere Jahre in Folge Schlusslicht beim realen Wirtschaftswachstum, der Rückstand wächst immer mehr, das Land fällt immer weiter zurück. Das Saarland braucht endlich eine bessere Wirtschaftspolitik. Es braucht einen Politikwechsel.“