Bündelung der Geburtshilfe braucht belastbares Versorgungskonzept.

Schäfer Theobald

Zur geplanten Neuordnung der Krankenhausstrukturen in Saarlouis und der Bündelung der Geburtshilfe am Marienhaus Klinikum St. Elisabeth ab 2028 erklären der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion, Raphael Schäfer, und der stellvertretende Fraktionsvorsitzende und gesundheitspolitische Sprecher Alwin Theobald:

Raphael Schäfer:

„Eine stärkere Spezialisierung und Zusammenarbeit der beiden Saarlouiser Krankenhäuser kann ein sinnvoller Weg sein, um den Gesundheitsstandort langfristig zu sichern. Wir begrüßen und unterstützen deshalb ausdrücklich, dass beide Häuser ihre Zusammenarbeit vertiefen und Leistungen sinnvoll bündeln wollen. Das gibt uns Zuversicht, dass beide Krankenhausstandorte in Saarlouis eine gute und dauerhafte Zukunft haben können.

Entscheidend ist aber, dass die Veränderungen nicht zulasten der Versorgungssicherheit gehen. Wenn die Geburtshilfe künftig an einem Standort gebündelt wird, trägt dieser Standort auch deutlich mehr Verantwortung. Deshalb müssen die Voraussetzungen dafür geschaffen sein, bevor die bisherigen Strukturen aufgegeben werden.“

Alwin Theobald:

„Größere Einheiten können gerade in der Geburtshilfe medizinisch durchaus sinnvoll sein und dabei helfen, Personal und Expertise verlässlich vorzuhalten. Aber bevor ein Standort wegfällt, muss die Landesregierung nachweisen, dass der verbleibende Standort personell, räumlich und organisatorisch tatsächlich für die zusätzliche Belastung gerüstet ist. 2025 kamen nach den veröffentlichten Zahlen rund 650 Kinder im DRK-Krankenhaus und etwa 1.200 im Marienhaus Klinikum zur Welt. Gesundheitsminister Dr. Jung muss deshalb ein belastbares Versorgungskonzept vorlegen: Reichen die Kreißsaalkapazitäten, die Zahl der Hebammen sowie der Ärztinnen und Ärzte und die Notfallstrukturen künftig für die deutlich höhere Zahl an Geburten aus? Und wie viele der erfahrenen Beschäftigten des DRK können am neuen gemeinsamen Standort weiterbeschäftigt werden?

Krankenhausplanung darf nicht bei der Schließung oder Verlagerung einer Abteilung enden. Entscheidend ist, was danach für die Patientinnen und Patienten tatsächlich zur Verfügung steht. Die Geburtshilfe muss auch nach der Bündelung sicher, verlässlich und ausreichend leistungsfähig sein. Daran werden wir die Neuordnung in Saarlouis messen.“

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