Pflege im Saarland
bezahlbar machen.

Wir haben als CDU-Landtagsfraktion konkrete Vorschläge erarbeitet, mit denen das Land selbst handeln kann – auch ohne auf Berlin zu warten.

Tochter unterstützt ihre Mutter zu Hause

Liebe Saarländerinnen
und Saarländer

Pflege darf nicht zum Armutsrisiko werden. Aber genau das passiert im Saarland immer häufiger. Wer heute bei uns in ein Pflegeheim kommt, muss im ersten Jahr durchschnittlich fast 3.700 Euro im Monat selbst bezahlen. Für viele Menschen ist das schlicht nicht mehr bezahlbar.

Gleichzeitig dürfen wir die häusliche Pflege nicht aus dem Blick verlieren. Rund 85 Prozent der Pflegebedürftigen im Saarland werden zu Hause versorgt. Ohne die pflegenden Angehörigen würde unser Pflegesystem von heute auf morgen zusammenbrechen.

Deshalb haben wir als CDU-Fraktion ein Pflege-Entlastungspaket in den Landtag eingebracht: Wir wollen Pflegebedürftige bei den Heimkosten entlasten, pflegende Angehörige mit einem Landespflegegeld unterstützen, Budgets in der Pflegeversicherung erhalten und die Versorgung vor Ort verbessern.

Stephan ToscaniStephan Toscani
Fraktionsvorsitzender
Dagmar HeibDagmar Heib
Beauftragte für Seniorenpolitik

Pflege im Heim.

Wir als CDU-Landtagsfraktion nehmen die hohe finanzielle Belastung durch einen Pflegeheimplatz in den Blick. Die Pflegeversicherung übernimmt nur einen Teil der Kosten. Im Saarland müssen Bewohnerinnen und Bewohner im ersten Heimjahr durchschnittlich 3.695 Euro monatlich selbst bezahlen. Ein Rechenbeispiel:

Pflegekraft im Gespräch mit einer Bewohnerin im Pflegeheim
Monatliche Eigenanteile im Saarland · erstes Heimjahr
KostenbestandteilPro Monat
Pflege und Betreuung1.850 €
Unterkunft und Verpflegung1.271 €
Investitionskosten574 €
Insgesamt selbst zu zahlen3.695 €

Durchschnitt für Pflegegrad 2 bis 5. Der Zuschuss der Pflegekasse zum pflegebedingten Eigenanteil ist bereits berücksichtigt. Die tatsächlichen Kosten unterscheiden sich je nach Einrichtung.
Quelle: Verband der Ersatzkassen (vdek), 1. Juli 2026.

Was wollen wir verbessern?

574 €

Investitionskosten pro Monat im Durchschnitt.

Wir fordern: Das Land soll die Investitionskosten übernehmen.

Wie hoch die Entlastung im Einzelfall ausfällt, hängt von der Einrichtung und der Umsetzung ab. Die übrigen Kosten bleiben bestehen.

Pflege zu Hause.

Auch um die Pflege zu Hause kümmern wir uns. Angehörige helfen im Alltag, organisieren Termine und übernehmen Verantwortung. Viele müssen Pflege, Beruf und Familie miteinander vereinbaren.

Mutter und Tochter bei der häuslichen Pflege

Was wollen wir verbessern?

500 € jährlich

Wir wollen ein Landespflegegeld einführen.

Menschen ab Pflegegrad 3, die zu Hause gepflegt werden, sollen eine zusätzliche finanzielle Unterstützung von 500 Euro jährlich erhalten.

  • Angehörige entlasten: Wir fordern mehr Tages- und Kurzzeitpflegeplätze. Dort können Pflegebedürftige tagsüber oder vorübergehend betreut werden. Auch wenn die übliche Pflegeperson ausfällt, wollen wir mehr passende Hilfen ermöglichen.
  • Nachbarschaftshilfe erleichtern und bürokratische Hürden abbauen, damit Unterstützung im Alltag einfacher organisiert werden kann.
  • Angebote in der Nähe ausbauen, etwa Pflege-Wohngemeinschaften und weitere Hilfen im Wohnumfeld.

Unterstützung vor Ort.

Betroffene und Angehörige müssen oft selbst herausfinden, welche Hilfe passt, wer zuständig ist und wo Plätze frei sind. Deshalb wollen wir auch die Organisation der Pflege und die Unterstützung vor Ort bürgernäher aufstellen.

Eine Pflegekraft hält die Hände einer Seniorin

Was wollen wir verbessern?

  • Beratung leichter erreichbar machen: mehr Angebote der Pflegestützpunkte, damit Betroffene schneller passende Hilfen finden.
  • Gemeindeschwestern einführen: medizinische Betreuung und Pflege zu Hause besser miteinander verbinden.
  • Bei Demenz gezielter helfen: spezialisierte Beratung, die auch beim Umgang mit schwierigen Alltagssituationen unterstützt.
  • Pflegekräfte entlasten und gewinnen: weniger Bürokratie, bessere Arbeitsbedingungen und zusätzliche Wege in den Pflegeberuf.
  • Versorgungslücken erkennen und schließen: regelmäßige Prüfung, wo Angebote fehlen, und gezieltere Planung mit den Kommunen.

Häufige Fragen.

Warum müssen Menschen im Pflegeheim so viel selbst bezahlen?

Die Pflegeversicherung übernimmt nur einen Teil der Kosten. Der Eigenanteil setzt sich aus Pflege und Betreuung, Unterkunft und Verpflegung sowie Investitionskosten zusammen. In unserem Rechenbeispiel zeigen wir, wie sich die monatliche Belastung zusammensetzt.

Wie wollen wir die Kosten im Pflegeheim senken?

Wir wollen, dass das Land die Investitionskosten übernimmt. Diese betragen im Saarland durchschnittlich 574 Euro monatlich (vdek, 1. Juli 2026). Wie hoch die konkrete Entlastung ausfällt, hängt von der Einrichtung und der Umsetzung ab. Die übrigen Kosten bleiben bestehen.

Was schlagen wir für die Pflege zu Hause vor?

Wir wollen ein Landespflegegeld von 500 Euro jährlich für Menschen ab Pflegegrad 3 einführen, die zu Hause gepflegt werden. Außerdem wollen wir Angehörige durch mehr Tages- und Kurzzeitpflegeplätze, einfachere Nachbarschaftshilfe und bessere Unterstützungsangebote in der Nähe entlasten.

Kann ich das Landespflegegeld schon beantragen?

Das von uns vorgeschlagene Landespflegegeld ist noch keine bestehende Leistung und kann deshalb noch nicht beantragt werden. Wir setzen uns im Landtag für seine Einführung ein.

Kann sich das Saarland diese Entlastungen überhaupt leisten?

Wir rechnen für die Übernahme der Investitionskosten und das Landespflegegeld zusammen mit rund 100 Millionen Euro pro Jahr. Das ist viel Geld. Wir sind aber überzeugt: Mit dem entsprechenden politischen Willen lässt sich dieser Betrag im Landeshaushalt finanzieren. Dafür müssen Prioritäten gesetzt werden. Wir wollen der Entlastung von Pflegebedürftigen und ihren Familien diesen Stellenwert geben.

Was kann das Saarland selbst tun?

Unsere Vorschläge betreffen insbesondere die Investitionskosten, ein Landespflegegeld sowie Beratung und Versorgung vor Ort. Damit zeigen wir, wo das Land selbst handeln kann, während auf Bundesebene über weitere Reformen beraten wird.

Warum ist Rehlingers 1.500-Euro-Pflegedeckel eine Mogelpackung?

Wir halten den Vorschlag für eine Mogelpackung, weil die Zahl von 1.500 Euro den Eindruck erwecken kann, damit seien die gesamten Heimkosten gedeckelt. Tatsächlich soll die Grenze nur für den pflegebedingten Eigenanteil gelten. Unterkunft, Verpflegung und Investitionskosten kämen weiterhin hinzu. Die monatliche Rechnung wäre also weiterhin deutlich höher als 3.000 Euro. Menschen, die zu Hause gepflegt werden, würde dieser Deckel nicht entlasten. Wir setzen uns deshalb dafür ein, dass das Saarland selbst handelt: mit der Übernahme der Investitionskosten und einem Landespflegegeld für die häusliche Pflege.

Wo finde ich Beratung für meine persönliche Situation?

Für persönliche Fragen zu Pflegeleistungen und Unterstützung empfehlen wir Ihnen, sich an Ihre Pflegekasse oder einen Pflegestützpunkt zu wenden. Die Pflegestützpunkte beraten kostenlos und unabhängig. Pflegestützpunkte im Saarland finden (öffnet in neuem Tab).

Unsere parlamentarische Initiative

Zum Nachlesen –
unser Antrag.

Gute, bezahlbare und menschenwürdige Pflege sichern – Pflege darf kein Armutsrisiko sein

Drucksache 17/2399 vom 10. September 2026

Antrag als PDF lesen

Wir stellen auf dieser Seite unsere Vorschläge und Forderungen vor. Die genannten Entlastungen beschreiben keine bereits bestehenden Leistungsansprüche.

Ihre Fragen zur Pflege.

Haben Sie Fragen zu unseren Vorschlägen oder möchten Sie uns Ihre Erfahrungen mit der Pflege im Saarland schildern? Schreiben Sie uns. Wir als CDU-Landtagsfraktion freuen uns über Ihre Nachricht.

info@cdu-fraktion-saar.de

Für eine individuelle Beratung zu Pflegeleistungen wenden Sie sich bitte an Ihre Pflegekasse oder einen Pflegestützpunkt.

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