Anstieg bei Sexualstraftaten und häuslicher Gewalt ist ein klarer politischer Auftrag.

Anja Wagner-Scheid Beitragfoto

Die aktuelle Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) für das Jahr 2025 verzeichnet im Saarland einen Anstieg sowohl bei Sexualstraftaten als auch bei Fällen häuslicher Gewalt. Anja Wagner-Scheid, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und innenpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, erklärt dazu:

„Die Zahlen der PKS 2025 sind ernst zu nehmen und erfordern eine entschlossene gesellschaftliche wie politische Antwort. Mehr Menschen sind von Gewalt betroffen, insbesondere im persönlichen und familiären Umfeld. Gleichzeitig müssen wir bei der Bewertung differenzieren: Steigende Fallzahlen können auch Ausdruck einer höheren Anzeigebereitschaft sein. Intensive Aufklärungsarbeit, niedrigschwellige Beratungsangebote und eine stärkere Sensibilisierung in der Bevölkerung tragen dazu bei, dass Betroffene häufiger den Schritt zur Anzeige wagen.

Gerade bei Sexualdelikten und häuslicher Gewalt ist von einem erheblichen Dunkelfeld auszugehen – steigende Zahlen sind daher nicht ausschließlich negativ zu bewerten, sondern auch als Hinweis darauf, dass Unterstützungsstrukturen greifen und Vertrauen in staatliche Institutionen vorhanden ist. Dennoch gilt: Jede einzelne Tat ist eine zu viel. Deshalb müssen wir Prävention weiter stärken, den Opferschutz konsequent ausbauen und Täter frühzeitig zur Verantwortung ziehen. Dazu gehören der Ausbau von Beratungs- und Schutzangeboten für Betroffene, gezielte Präventionsprogramme insbesondere für junge Menschen sowie eine enge Zusammenarbeit von Polizei, Justiz und sozialen Einrichtungen.

Ein wichtiges Signal ist zudem, dass im Saarland im Jahr 2025 auf Initiative der CDU die elektronische Fußfessel als zusätzliches Instrument eingeführt wurde. Sie ermöglicht insbesondere bei Hochrisikofällen einen wirksameren Schutz, indem Annäherungsverbote konsequenter überwacht und schneller durchgesetzt werden können. Das Ziel muss klar sein: Gewalt in jeglicher Form entschieden entgegenzutreten und Betroffenen wirksam zu helfen. Die Entwicklungen der PKS 2025 sind ein deutlicher Auftrag, diesen Weg konsequent weiterzugehen. Wir werden das Thema deshalb zur eingehenden Analyse auf die Tagesordnung des Innenausschusses setzen.“​​​​​​​​​​​​​​​​

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