Bei der Notfallversorgung darf es keinen Übergang mit Fragezeichen geben.

Alwin Theobald Beitragsfoto

Zur bevorstehenden Neuordnung der Notfallversorgung im Landkreis Neunkirchen erklärt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende und gesundheitspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Alwin Theobald:

„Wenn ab dem 21. September am Kohlhof keine allgemeine Notfallversorgung für Erwachsene mehr angeboten wird, ist das für die Menschen im Landkreis Neunkirchen und der gesamten Region eine erhebliche Veränderung. Bei einer solchen Umstellung darf es keinen Übergang mit Fragezeichen geben. Eine Bündelung medizinischer Angebote kann sinnvoll sein. Entscheidend ist aber, dass wegfallende Versorgung vom ersten Tag an vollständig aufgefangen wird.

Das Diakonie-Klinikum hat zusätzliche Kapazitäten und Personal aufgebaut. Gleichzeitig sollen weitere Ärzte mit unfallchirurgischer und internistischer Expertise erst im Herbst hinzukommen. Gesundheitsminister Jung muss deshalb transparent darlegen, mit wie vielen zusätzlichen Notfallpatienten gerechnet wird und ob die personellen und räumlichen Kapazitäten ab dem 21. September tatsächlich ausreichen.

Auch die Folgen für den Rettungsdienst müssen im Blick sein. Veränderte Anfahrtswege und eine stärkere Konzentration an einem Standort können sich auf Fahr- und Übergabezeiten sowie die Verfügbarkeit von Rettungswagen auswirken.

Das Ministerium muss die Umstellung deshalb eng begleiten und Patientenzahlen, Wartezeiten, Rettungswege und Übergabezeiten systematisch auswerten. Wenn Engpässe entstehen, muss sofort nachgesteuert werden.

Unser Maßstab ist klar: Wer Krankenhausstrukturen verändert, muss sicherstellen, dass Menschen im Notfall auch danach schnell und verlässlich die notwendige Hilfe bekommen.“

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