Bildungsministerium hat Tablet-Chaos selbst verursacht.

Jutta Schmitt-Lang Beitragsfoto

Zu den Berichten, wonach zahlreiche Schülerinnen und Schüler im Saarland nicht wie geplant mit Tablets ins neue Schuljahr starten können, erklärt die stellvertretende Fraktionsvorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Jutta Schmitt-Lang:

„Leider bestätigt sich genau das, was sich in den vergangenen Monaten bereits abgezeichnet hat. Das Bildungsministerium hat die Verhandlungen mit den Schulträgern zur Medienausleihe über Jahre verschleppt und viel zu lange hinausgezögert. Erst kurz vor dem Ende des vergangenen Schuljahres hat es dann mit erheblichem Druck Entscheidungen durchgedrückt. Dass Ausschreibungen und Gerätebestellungen dadurch erst verspätet erfolgen konnten, rächt sich nun zum Schulstart.

Die Leidtragenden sind die Schülerinnen und Schüler. Viele Schulen haben auf massiven Druck der Landesregierung ihre Unterrichtskonzepte stärker auf digitale Medien ausgerichtet. Wenn nun ganze Klassen bis weit nach Schuljahresbeginn, möglicherweise sogar bis zu den Herbstferien, ohne Tablets dastehen, fehlt ihnen vielerorts nicht nur das digitale Arbeitsgerät, sondern auch der Zugang zu Schulbüchern und Unterrichtsmaterialien, die inzwischen vielfach nur noch digital bereitgestellt werden. Dieser handwerkliche Murks ist mittlerweile leider bezeichnend für die SPD-Bildungspolitik im Saarland.

Die Regierung Rehlinger muss jetzt zügig darlegen, wie viele Schülerinnen und Schüler betroffen sind, warum es zu den Verzögerungen gekommen ist und bis wann alle Geräte tatsächlich ausgeliefert werden. Gleichzeitig muss sie erklären, wie sie sicherstellt, dass den betroffenen Klassen bis dahin keine Nachteile im Unterricht entstehen. Wir werden das Thema dazu auch im nächsten Bildungsausschuss auf die Tagesordnung setzen.“

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