Die CDU-Landtagsfraktion hat am Montag (11.5.26) den Vorsitzenden der CSV-Fraktion in der luxemburgischen Abgeordnetenkammer, Laurent Zeimet, empfangen. Im Mittelpunkt stand der freundschaftliche Austausch über die enge Partnerschaft beider Fraktionen. An der Fraktionssitzung nahm auch der Bundestagsabgeordnete der CDU Saar, Philip Hoffmann, teil, der Vorsitzender der Parlamentariergruppe Belgien-Luxemburg des Deutschen Bundestages ist. Bereits im März hatten CDU Saar und CSV Luxemburg auf Parteiebene ein gemeinsames Positionspapier beschlossen. Der Besuch knüpfte daran an und setzte den Dialog auf Fraktionsebene fort.
Der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Stephan Toscani, erklärte: „Luxemburg und das Saarland sind enge Nachbarn, Partner und Freunde. Mit Laurent Zeimet begrüßen wir heute einen langjährigen Freund des Saarlandes und der CDU in unserer Fraktion. Wir wollen gerade bei Wirtschaft und Infrastruktur noch enger zusammenarbeiten. Dazu gehört für uns insbesondere eine schnelle und direkte Bahnanbindung zwischen Saarbrücken und Luxemburg. In der Zusammenarbeit unserer Regionen liegen enorme Chancen und Potenziale für beide Seiten.“
Laurent Zeimet betonte: „Das Saarland und Luxemburg sind auf vielfältige Weise miteinander verbunden. Viele Menschen erleben diese Partnerschaft jeden Tag. Umso wichtiger ist es, dass wir den politischen Dialog pflegen und die Zusammenarbeit in der Großregion weiter stärken. Gemeinsam stehen CSV und CDU für ein starkes Europa – das ist ein zutiefst christdemokratisches Anliegen, dem wir uns beide verpflichtet fühlen. Dazu gehört auch, extremistischen Tendenzen entschieden entgegenzutreten und unsere demokratischen Werte zu verteidigen.“
Einigkeit herrschte auch in der Frage des Schengen-Raums. Beide Seiten bekräftigten ihre gemeinsame Position, die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger in der Grenzregion zu gewährleisten und zugleich die europäische Freizügigkeit gemäß Schengener Abkommen zu bewahren. Dazu brauche es intelligente, flexible und technologiegestützte Lösungen sowie einen wirksamen Schutz der EU-Außengrenzen. Dauerhafte stationäre Kontrollen an den Binnengrenzen sollten so schnell wie möglich abgebaut werden.
Darüber hinaus beleuchteten beide Seiten die aktuelle internationale Lage und die Auswirkungen des Iran-Krieges. Im Fokus standen mögliche Folgen für Energiepreise, wirtschaftliche Stabilität und Versorgungssicherheit sowie politische Maßnahmen, um Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen in der Region bestmöglich zu entlasten und zu unterstützen.
Beide Seiten vereinbarten, den Austausch fortzuführen und die enge Verbindung zwischen dem Saarland und Luxemburg gemeinsam weiter auszubauen.
Am Rande des Besuchs fand zudem ein Gespräch mit Annegret Kramp-Karrenbauer, Vorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung und ehemalige Ministerpräsidentin des Saarlandes, statt.