Zur endgültigen Annahme der Reform der EU-Opferschutzrichtlinie durch das Europäische Parlament erklärt Dagmar Heib, Erste Vizepräsidentin des saarländischen Landtags und rechtspolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion:
„Wer Opfer einer Straftat wird, braucht schnelle Hilfe, klare Ansprechpersonen und einen Staat, der nicht zusätzliche Hürden aufbaut. Die Reform der europäischen Opferschutzrichtlinie ist deshalb ein wichtiges Signal. Sie stärkt die Rechte von Betroffenen, verbessert den Zugang zu Unterstützung und Justiz und setzt europaweit höhere Standards für einen wirksamen Opferschutz.
Besonders wichtig sind vereinfachte Meldemöglichkeiten, eine europaweite Opferhilfe-Hotline, stärkere Schutzmaßnahmen für Kinder und gezielte Unterstützung für besonders schutzbedürftige Betroffene. Opfer dürfen nach einer Straftat nicht allein gelassen werden. Sie brauchen Schutz, Beratung, Begleitung und verlässliche Verfahren – unabhängig davon, wo in Europa sie betroffen sind.
Jetzt kommt es darauf an, dass diese Vorgaben auch praktisch Wirkung entfalten. Auch das Saarland muss seine Strukturen fortlaufend überprüfen und weiterentwickeln: bei Opferhilfe, Justiz, Polizei, psychosozialer Prozessbegleitung und Beratungsangeboten. Ein starker Rechtsstaat zeigt sich nicht nur darin, Täter konsequent zu verfolgen, sondern auch darin, Betroffene ernst zu nehmen und ihnen den Weg zu Hilfe und Gerechtigkeit zu erleichtern. Wir erwarten, dass die Landesregierung darlegt, welche Anpassungen notwendig sind und wie Betroffene im Saarland künftig noch besser unterstützt werden können.“