Zum heute vorgestellten Sonderbericht des Rechnungshofs zur Lehrergewinnung erklärt die stellvertretende Fraktionsvorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Jutta Schmitt-Lang:
„Der Rechnungshof bestätigt in bemerkenswerter Deutlichkeit das, was wir als CDU seit Jahren kritisieren: Dem Bildungsministerium fehlt ein schlüssiges Gesamtkonzept zur Sicherung der Unterrichtsversorgung. An vielen Stellen benennt der Rechnungshof genau die Versäumnisse, auf die wir immer wieder hingewiesen haben. Gleichzeitig macht er deutlich, wie groß der Handlungsdruck ist: Bis 2035 werden fast 4.000 neue Lehrkräfte benötigt.
Besonders alarmierend ist, dass das Saarland im Wettbewerb um Lehrkräfte weiter zurückfällt. Andere Bundesländer sind schneller, flexibler und attraktiver – mit modernen Bewerbungsverfahren, gezielter Nachwuchsgewinnung und besseren Rahmenbedingungen. Im Saarland fehlt bis heute eine überzeugende Gesamtstrategie.
Wir als CDU haben zahlreiche konkrete Vorschläge vorgelegt, etwa einen eigenen Studiengang für Sonderpädagogik, um endlich mehr Förderschullehrkräfte auszubilden. Gerade angesichts des akuten Fachkräftemangels ist diese Forderung aktueller denn je.
Statt die strukturellen Probleme entschlossen anzugehen, wächst unter SPD-Zuständigkeit vor allem der Verwaltungsapparat. Gleichzeitig werden aber gerade die Fachreferate für die einzelnen Schulformen immer weiter beschnitten. Das passt nicht zusammen. Auch bei der Rückkehr zu G9 zeigt sich, dass notwendige Personal- und Strukturentscheidungen zu lange aufgeschoben wurden.
Hinzu kommt die ungelöste Frage einer verfassungskonformen Besoldung. Auch der Rechnungshof weist darauf hin, dass das Saarland im Vergleich zu anderen Ländern attraktiv bleiben muss. Die Regierung Rehlinger bleibt aber weiterhin konkrete Antworten schuldig.
Das Saarland braucht endlich eine strategische Schulentwicklungsplanung und eine konsequente Fachkräfteoffensive. Ich habe kein Vertrauen mehr, dass diese Landesregierung den notwendigen Kurswechsel noch schafft. Dafür braucht es nach der Landtagswahl 2027 einen echten Neustart in der saarländischen Bildungspolitik.“