In der ZDF-Sendung „Markus Lanz“ am Dienstagabend hat Anke Rehlinger erneut eine Koalitionsbildung der SPD mit der Linkspartei in Berlin nicht ausgeschlossen. Die BILD-Zeitung titelt dazu „SPD-Rehlinger geht bei Lanz unter“. Hierzu erklärt die stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Jutta Schmitt-Lang:
„Frau Rehlinger hat gestern Abend vor einem Millionenpublikum wiederholt eine einfache Frage nicht beantwortet: Kann man als SPD mit der Berliner Linkspartei eine Koalition eingehen? Mit einer Partei, in deren Reihen Antisemitismus tief verankert ist? Einer Partei, die offenbar enge Verbindungen zur Clan-Kriminalität unterhält und die die gewaltsamen Ausschreitungen in Frankreich verteidigt? Statt einer klaren Antwort gab es von Rehlinger wieder nur Ausweichmanöver. Das hat Markus Lanz ihr zu Recht nicht durchgehen lassen. Er hat Rehlingers Nebelkerzen treffend als ‚Whataboutism‘ offengelegt.
Frau Rehlinger hat mit diesem TV-Auftritt unsere bisherige Kritik an ihrer unklaren Haltung auf ganzer Linie bestätigt. Prominente Sozialdemokraten warnen ausdrücklich vor einer Koalition mit der Berliner Linken. Doch die stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende Rehlinger hält diese Option weiterhin offen. Gerade angesichts der Antisemitismusvorwürfe muss sie erklären, wie sie das mit ihrem eigenen politischen Anspruch vereinbart. Dass sie eine klare Positionierung auch nach Wochen vermissen lässt, ist ein politischer Offenbarungseid.
Auch eine eindeutige Aussage dazu, was für das Saarland gilt, fehlt weiterhin. Schließt Frau Rehlinger eine Regierungsbildung mit der Linkspartei nach der Landtagswahl 2027 aus, ja oder nein? Die Menschen im Saarland haben ein Recht darauf, vor der Landtagswahl zu wissen, woran sie bei Frau Rehlinger und der SPD sind.“