Die CDU-Landtagsfraktion sieht in der aktuellen Arbeitsmarktprognose des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ein Alarmsignal für das Saarland. Für 2027 erwarten die Forscher einen Rückgang der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung um 1,3 Prozent, den stärksten unter allen Bundesländern. Das entspricht rund 5.000 Arbeitsplätzen weniger als im laufenden Jahr.
Dazu erklärt der wirtschafts- und arbeitsmarktpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Dr. Christopher Salm:
„Wir haben die vollmundigen Ankündigungen von Frau Rehlinger aus dem letzten Wahlkampf noch in den Ohren: über eine Million Einwohner, 400.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Die Wirklichkeit sieht völlig anders aus. Das Saarland steuert auf den bundesweit größten Beschäftigungsrückgang zu. Rehlinger und die SPD scheitern krachend an der Wirklichkeit.
Rund 5.000 Beschäftigte weniger innerhalb eines Jahres wären ein schwerer Schlag für unseren Wirtschaftsstandort. Doch die Landesregierung hat keinen Plan, wie sie dieser Entwicklung entgegenwirken will. Mit Ankündigungen und Schönreden ist es nicht mehr getan. Das Saarland darf sich mit der roten Laterne nicht abfinden. Unter dieser Landesregierung werden wir sie aber nicht mehr los.
Die Krise der Industrie und der demografische Wandel müssen gemeinsam angegangen werden. Wenn geburtenstarke Jahrgänge in Rente gehen und zugleich unsere Industrie unter Druck steht, braucht es eine Politik, die Unternehmen stärkt und Menschen für Ausbildung und Arbeit gewinnt. Der demografische Wandel ist seit Jahren bekannt. Er darf der Landesregierung nicht länger als Ausrede dienen.
Wir brauchen schnellere Genehmigungen, weniger Bürokratie und verlässliche Bedingungen für Investitionen. Zugleich müssen Weiterbildung und berufliche Neuorientierung den Beschäftigten helfen, deren Arbeitsplätze durch den Strukturwandel gefährdet sind. Junge Menschen ohne Berufsabschluss brauchen wirksamere Unterstützung auf dem Weg in Ausbildung und Beschäftigung. Auch die Gewinnung internationaler Fachkräfte muss durch zügige Verfahren und eine schnellere Anerkennung beruflicher Qualifikationen erleichtert werden.“