Vor der Agrarministerkonferenz am 19. und 20. März in Bad Reichenhall fordert der stellvertretende Fraktionsvorsitzende und agrarpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Alwin Theobald, die saarländische Landwirtschaftsministerin Berg auf, sich dem Vorstoß von Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg und Bayern zur Einführung einer Stichtagsregelung beim Ackerstatus anzuschließen. Hierzu erklärt Alwin Theobald:
„Viele Landwirte im Saarland wünschen sich endlich Planungssicherheit und weniger Bürokratie bei der gemeinsamen Agrarpolitik. Ein zentraler Punkt ist dabei die Frage, wann Ackerland automatisch zu Dauergrünland wird. Bislang führt die aktuelle Regelung immer wieder dazu, dass Flächen allein deshalb umgebrochen werden, damit der Ackerstatus nicht verloren geht. Das ist weder ökologisch sinnvoll noch landwirtschaftlich vernünftig, und deshalb muss dieser unnötige Zwang ein Ende haben.
Die Europäische Union hat inzwischen neue Spielräume eröffnet, um diese Praxis zu beenden. Mehrere Bundesländer, darunter Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg und Bayern, setzen sich deshalb für eine sogenannte Stichtagsregelung ein. Danach würden Flächen, die am 1. Januar 2026 als Ackerland eingestuft waren, diesen Status auch künftig behalten. Das schafft Verlässlichkeit und vermeidet gleichzeitig unnötige Bodenbearbeitung.
Ich erwarte deshalb von der saarländischen Landwirtschaftsministerin Berg, dass sie sich bei der Agrarministerkonferenz klar für diese Stichtagsregelung einsetzt und sich den Ländern anschließt, die hier eine praxisnahe Lösung unterstützen. Wenn die Landesregierung es ernst meint mit Bürokratieabbau und besseren Rahmenbedingungen für unsere Landwirtschaft, dann muss sie jetzt handeln und sich klar positionieren.
Darüber hinaus sollten auch die Bedingungen für die Umwandlung von bestehendem Dauergrünland in Ackerland wieder stärker an der landwirtschaftlichen Praxis ausgerichtet werden. Dort, wo keine zwingenden natur- oder wasserschutzrechtlichen Gründe entgegenstehen, brauchen unsere Betriebe wieder mehr Flexibilität in der Bewirtschaftung. Es geht dabei nicht darum, ökologische Schutzvorgaben infrage zu stellen. Aber es geht sehr wohl darum, unnötige bürokratische Hürden abzubauen und den Betrieben die notwendige Planungssicherheit zu geben. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten muss Politik alles daransetzen, die Landwirtschaft zu entlasten und nicht zusätzlich zu belasten.“