Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende und agrarpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Alwin Theobald, begrüßt die von Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer angekündigten zusätzlichen Hilfen für die Landwirtschaft. Zugleich fordert er die saarländische Landesregierung auf, ihre eigenen Handlungsmöglichkeiten konsequenter zu nutzen:
„Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer setzt angesichts von Trockenheit, Ertragseinbußen und wirtschaftlichem Druck die richtigen Signale. Liquiditätshilfen, günstigere Kredite und weitere Entlastungen können Betrieben helfen, akute Engpässe zu überbrücken. Entscheidend ist, dass die Unterstützung schnell und unbürokratisch auf den Höfen ankommt.
Aber Krisenhilfe allein reicht nicht. Auch im Saarland belasten Trockenheit und zunehmende Wetterrisiken die Betriebe, zusätzlich zu niedrigen Erzeugerpreisen und hohen Kosten. Unsere Landwirtschaft braucht deshalb bessere Möglichkeiten, selbst vorzusorgen, statt nach dem nächsten Wetterextrem wieder auf Nothilfen angewiesen zu sein.
Gerade bei der Mehrgefahrenversicherung muss das Saarland jetzt vorankommen. Andere Bundesländer unterstützen ihre Betriebe bereits durch Zuschüsse zu Mehrgefahrenversicherungen gegen Wetterrisiken. Auch auf Bundesebene wird derzeit über eine stärkere Unterstützung von Mehrgefahrenversicherungen beraten. Das Saarland sollte diese Entwicklung im Bund aktiv unterstützen und zugleich prüfen, wie die Eigenvorsorge der saarländischen Betriebe bereits jetzt stärker gefördert werden kann. Wer Eigenvorsorge fordert, muss Eigenvorsorge auch ermöglichen.
Gleichzeitig müssen Investitionen etwa in Bewässerung und Wasserrückhaltung einfacher werden. Wir brauchen weniger Bürokratie, schnellere Genehmigungen und praxistaugliche Förderprogramme. Klimaanpassung gelingt besser mit den Landwirten als durch immer neue Auflagen für die Landwirte.
Unsere Landwirtschaft sichert Ernährung, Wertschöpfung und unsere Kulturlandschaft. Wer auch künftig heimische Lebensmittel will, muss dafür sorgen, dass Landwirtschaft wirtschaftlich eine Zukunft hat.“