Psychiatrische Versorgung im Landkreis Merzig-Wadern – Gesundheitsminister muss endlich handeln.

Stefan Thielen Beitragsfoto

Seit der Schließung der stationären Psychiatrie der SHG-Klinik Merzig zum 1. Juni 2025 werden betroffene Patientinnen und Patienten in Völklingen versorgt, häufig weit entfernt von ihrem Wohnort und ihrem sozialen Umfeld. Gesundheitsminister Dr. Jung hatte damals erklärt, dies könne keine Dauerlösung sein, und eine Regelung zum 1. Oktober 2025 angekündigt. Passiert ist seitdem jedoch nichts. Der CDU-Landtagsabgeordnete Stefan Thielen fordert den Minister nun auf, seiner Verantwortung gerecht zu werden:

„Dem selbst formulierten Anspruch des Ministers, psychisch erkrankte Menschen wohnortnah und in ihrem Lebensumfeld zu versorgen, ist ausdrücklich zuzustimmen. Doch zwischen Ankündigung und Wirklichkeit klafft eine erschreckende Lücke: keine Konzepte, keine Planung, keine Entscheidungen. Eine wohnortnahe psychiatrische Versorgung ist ein unverzichtbarer Bestandteil der medizinischen Grundversorgung, gerade im ländlichen Raum. Minister Jung darf nicht länger am Seitenrand stehen und zuschauen. Er muss endlich ins Handeln kommen und aktiv gestalten.

Die Menschen im Landkreis Merzig-Wadern haben denselben Anspruch auf eine verlässliche medizinische Versorgung wie die Menschen in den Ballungszentren. Dafür braucht es jetzt belastbare strukturelle Rahmenbedingungen: eine verbindliche Krankenhausplanung und konkrete, auskömmliche Investitionszusagen, damit der Versorgungsauftrag endlich erfüllt wird. Wir messen Dr. Jung an seinem eigenen Anspruch, den er bislang nicht eingelöst hat.“

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